Installation How-To: Installation des D-Link Wlan usb-Stick DWL-G122 rv. B1 unter SuSE 9.3


Zugrunde liegt eine ganz normale Standardinstallation von SuSE 9.3 auf einem Compaq Evo N800v Notebook. Der Internetzugang wir mit der FRITZ!box Fon WLAN hergestellt.

Zuerst muss ich das Kernelmodul ndiswrapper nachinstallieren. Damit lassen sich die Orginal WindowsXP Treiber benutzen.

Zur Kontrolle öffne ich eine Konsole und lasse mir die Datei /var/log/messages mit dem Programm tail anzeigen. Dies geht nur als root:
xxx@linux:~> su
Password:
linux:/home/xxx # tail -f /var/log/messages

Sofort sind die letzten Zeilen der Logdatei auf der Konsole sichtbar und der Clou, mittels des Schalters "-f" wird jeder neue Logeintrag sofort angezeigt.

Jetzt ist der Zeitpunkt gekommen den usb-Stick anzuschliessen. In der Logdatei sollte etwas in der Form von folgendem erscheinen:
Sep 8 17:47:14 linux kernel: usb 3-1: new high speed USB device using ehci_hcd and address 2

Als nächstes muss der XP Treiber von der CD installiert werden. Dazu brauchen wir eine zweite Konsole, damit wir in der ersten Konsole weiterhin die Ausgabe kontrolliern können. Auch das muss als User root geschehen:
linux:/home/xxx # ndiswrapper -i /media/DWL-G122________/Drivers/Drivers/WinXP2K/NetRTUSB.inf
Installing netrtusb
Achtung: Die Eingabe erfolgt in einer Zeile!

Nun folgt die erste Kontrolle ob es geklappt hat:
linux:/home/xxx # ndiswrapper -l
Installed ndis drivers:
netrtusb      driver present, hardware present

Nun muss das Modul geladen werden, weiterhin als root!
linux:/home/xxx # modprobe ndiswrapper

Bei mir dauerte das eine ganze Weile und im Log tauchte einigemale die folgende Meldungen auf, die uns aber nicht weiter interessieren oder beunruhigen sollte:
Sep 8 18:02:00 linux kernel: usb 3-1: reset high speed USB device using ehci_hcd and address 2

Anmerkung: In manchen Fällen wiederholte sich diese Meldung endlos, da half es den Stick einfach zu ziehen und neu einzusetzen.

Im Erfolgsfall kehrt der Eingabepromt ohne Meldung zurück und im Log sollte folgendes zu finden sein:
Sep 8 18:07:45 linux kernel: wlan0: ndiswrapper ethernet device 00:00:00:00:00:00 using driver netrtusb, configuration file 0000:0000.0.conf
Sep 8 18:07:45 linux kernel: wlan0: encryption modes supported: WEP, WPA with TKIP, WPA with AES/CCMP
Sep 8 18:07:52 linux ifup: No configuration found for wlan0

Anmerkung: Hinter device steht die MAC des Sticks und das Configfile hat natürlich auch eine Andere Bezeichnung!

Nachdem das erfolgreich geklappt hat kann man noch die Modulabhängikeit eintragen, das geht auch in der Konsole als root:
linux:/home/xxx # ndiswrapper -m
Adding "alias wlan0 ndiswrapper" to /etc/modprobe.d/ndiswrapper

Nun muss als erstes an der FRITZ!Box das Wlan aktiviert werden, soweit das noch nicht vorher geschehen ist. Dazu muss das Häckchen bei Wlan aktivieren gesetzt werden. Ein Kanal ausgewählt werden, in diesem Beispiel ist es der Kanal 3 und dem Netzwerk ein Name gegeben werden, der frei wählbar ist. Zusätzlich habe ich noch den Hacken bei WLAN-Stationen dürfen untereinander kommunizieren entfernt. Jetzt noch "übernehmen" anklicken.

Als Verschlüsselung ist bei der FRITZ!Box erstmal WEP angeklickt, was normal wohl die Werkseinstellung ist. Diese Verschlüsselung ist nicht sonderlich sicher! Später werde ich noch zeigen, wie wir auf WPA Verschlüsselung umstellen, die etwas mehr Sicherheit bietet.

Jetzt testen wir erstmal, ob wir die Wlan Station auch "sehen" können, dazu geben wir in der Konsole als root folgendes ein:
linux:/home/xxx # iwlist wlan0 scan

und sollten folgende Ausgabe erhalten (MAC Adresse ist natürlich die eurers Acesspoints!
wlan0      Scan completed :
        Cell 01 - Address: 00:04:0E:4B:9F:85
           ESSID:""
           Protocol:IEEE 802.11b
           Mode:Managed
           Frequency:2.422 GHz (Channel 3)
           Quality:0/100 Signal level:-32 dBm Noise level:-256 dBm
           Encryption key:on
           Bit Rate:1 Mb/s
           Bit Rate:2 Mb/s
           Bit Rate:5.5 Mb/s
           Bit Rate:11 Mb/s
           Bit Rate:6 Mb/s
           Bit Rate:9 Mb/s
           Bit Rate:12 Mb/s
           Bit Rate:18 Mb/s
           Bit Rate:24 Mb/s
           Bit Rate:36 Mb/s
           Bit Rate:48 Mb/s
           Bit Rate:54 Mb/s
           Extra:bcn_int=100
           Extra:atim=0

Bevor wir den Stick mit den nötigen Werten konfigurieren, sollten wir uns vergewissern, dass die interne Netzwerkkarte nicht im gleichen Netzwerksegment liegt. Die FRITZ!Box nutzt das 192.168.178.XX Netzwerksegment.

So kontrollieren wir nun die Karte:
linux:/home/xxx # ifconfig eth0 | grep "inet A"

Wenn der Promt ohne Ausgabe zurückkehrt, ist alles ok. Sollte aber folgendes kommen
inet Adresse:192.168.178.XX Bcast:192.168.178.255 Maske:255.255.255.0
liegt die Netzwerkkarte im gleichen Bereich (XX ist eine Zahl zwischen 1 und 254) und muss deaktiviert werden:
linux:/home/xxx # ifconfig eth0 down

Liegt die Netzwerkkarte in einen anderen Bereich, beispielsweise "inet Adresse:10.0.0.1 Bcast:10.255.255.255 Maske:255.0.0.0", dann ist der Schritt nicht nötig!

Der nächste Schritt ist den Sick mit den Werten zu aktivieren. Dazu ist in der Konsole einzugeben, richtig geraten, als root:
linux:/home/xxx # iwconfig wlan0 key open 00000000000000000000000000 mode Managed essid irgendwas
linux:/home/xxx # ifconfig wlan0 192.168.178.12 up
linux:/home/xxx # route add default gw 192.168.178.1

Statt 00000000000000000000000000 ist der Schlüssel eurer FRITZ!Box einzugeben als, den ihr auf der Rücksteite des Handbuch findet. Dort zu finden als: Alternativer WLAN-Netzwerkschlüssel (WEP-128-HEX).


Sollte die Aktivierung nicht sofort klappen, was wohl der Normalfall ist, hilft es den Stick zu entfernen und neu einzusetzen.

Als letztes ist noch die Datei /etc/resolv.conf zu ändern. In der Datei wird angegeben, welcher Nameserver benutzt werden soll. In unserem Fall ist es am besten die FRITZ!Box anzugeben, so sollte die Datei aussehen:
nameserver 192.168.178.1

Jetzt kann ich schon prima drauf lossurfen. (Wie man auf die WPA Verschlüsselung umstellt, folgt hier in Kürze.)

Nach jedem Neustart müssen die letzten drei Befehle nochmals eingegeben werden, ansonsten funktioniert es natürlich nicht mehr, da wir ja die Konfiguration nirgenswo gespeichert haben, sondern nur temporär konfiguriert haben. Auch hier wieder ggf. die interne Netzwerkkarte vorher deaktivieren! (Auch das kann ich aus zeitlichen Gründen erst später schreiben.)

Ich hoffe, dieses HowTo hat euch etwas geholfen. Gegen ein Verlinken habe ich natürlich nichts einzuwenden. ;-)